Kompass zum Erfolg: Dein Wegweiser für Selbstmanagement Teil 2
In der letzten Folge habe ich meine wichtigste Erkenntnis aus dem Buch «die 1% Methode» von James Clear mit dir geteilt. Heute lasse ich dich an den Erkenntnissen die das Buch «The Answer» von Allan und Barbara Pease mir beschert haben, teilnehmen.
Dieses Buch untersucht wie man durch gezielte Fragen und bewusste Gedankenführung seine Ziele erreichen kann. Ich habe es vor etwa drei Jahren zum ersten Mal gelesen und dabei mein RAS kennengelernt. «RAS?» denkst du jetzt vielleicht. «Was muss ich mir darunter vorstellen?». Bevor du nun den Begriff googelst, hier schon mal die wichtigsten Infos zusammengefasst. Das retikuläre Aktivierungssystem abgekürzt RAS hilft uns im Alltag nicht durchzudrehen. Wusstest du, dass pro Minute 400 Millionen Informationseinheiten über all unsere Sinnen den Weg in unser Gehirn schaffen? Wenn wir die alle bewusst wahrnehmen würden, wären wir nicht überlebensfähig. Hier kommt unser RAS ins Spiel. Es ist Türöffner und entscheidet welche Informationen es in unser Bewusstsein schaffen sollen und welche wir getrost ignorieren können. Das RAS geht davon aus: was er/sie denkt strebt er/sie auch an. Es sucht aktiv nach Informationen in unserer Umgebung die uns unseren Zielen/Wünsche näher bringen. Oder anders formuliert: es sucht nach Bestätigung, nach Situationen, die unsere Gedanken bestätigen. Angenommen ich denke: ich bin nicht wichtig. Im Verlauf des Tages verschiebt mein Chef mein Mitarbeitergespräch um eine Woche. Mein RAS öffnet dem Gedanken «ich wusste ja, ich bin nicht wichtig» die Tür zu meinem Bewusstsein… Wenn es in diesem Sinn so gut funktioniert, haben Allen und Barbara Pease sich gedacht, dann wird es ja hoffentlich auch im positiven Sinne funktionieren. Und das tut es tatsächlich.
In ihrem Buch erläutern sie wie wichtig es ist, klare und spezifische Ziele zu formulieren. Am besten werden diese Ziele in einem weiteren Schritt visualisiert. Dabei stellen sie sich ganz genau vor, wie es sein wird, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben und schreiben dies alles handschriftlich nieder. So füttern wir unser RAS mit Daten die uns erlauben unser Leben zu verbessern.
Mein Ziel von damals war es, als selbständige Trainerin im Bereich «Softskills» zu arbeiten. In meinem Notizbuch habe ich genau beschrieben, welche Art von Kursen ich leiten werde, in welcher Art von Schulungsräumen ich stehen werde, mit welcher Art von Menschen ich dabei zusammenarbeite und interagiere und wieviel ich dabei verdienen werde. Drei Jahre sind seit damals ungefähr vergangen. Heute bin ich tatsächlich selbständige Trainerin. Ich bin in den unterschiedlichsten Kursräumen unterwegs, lerne dabei interessante Menschen kennen und mein Einkommen entwickelt sich kontinuierlich weiter. War der Weg hierhin einfach? Nicht immer. Musste ich mich anstrengen, um das alles zu erreichen? Ja klar. Hat diese Anstrengung Spass gemacht? Ja, weil mich jeder Schritt ein Stück näher an mein Ziel gebracht hat. Und welche Rolle hat nun mein RAS dabei gespielt?
Es hat mir geholfen mit offenen Augen und Ohren durch das Leben zu gehen. Nach Chancen und Möglichkeiten zu suchen. Und auch, einzelne Schritte zu planen und eine Timeline festzulegen. Mich Menschen anzuvertrauen und so Inspiration zu erfahren. Viele nächste Schritte haben sich scheinbar durch Zufall im Gespräch mit netten Menschen ergeben. Oder war es womöglich doch kein Zufall?
Interesse geweckt? Achten Sie darauf, ihre Ziele und Wünsche positiv zu formulieren. Das RAS erkennt keine Verneinungen wie «ich möchte nicht bis an mein Lebensende hier arbeiten»… Aber Sätze wie «ich in auf der Suche nach einem Job in dem ich Tätigkeit X und Y ausüben kann, Teil eines Teams mit professionellen Menschen bin, …» werden es ihm leicht machen, nach Chancen und Möglichkeiten Ausschau zu halten! Viel Erfolg und Spass dabei!